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Update: Welche Basisausrüstung benötige ich für gute Immobilienfotos?

Oliver M. Zielinski Oliver M. Zielinski - 5. Juli 2017 - in: Fragen und Antworten

zuvor aktualisiert am: 17.11.16 / 06.04.16 / 14.01.15 / 26.08.14 / 16.07.13

Basisausrüstung für gute ImmobilienfotosWer gute Immobilienfotos machen möchte, benötigt neben fotografischem Wissen und dem Gefühl für gute Gestaltung auch die richtige Ausrüstung. Jeder hat klein angefangen. Deshalb habe ich in diesem Beitrag eine sinnvolle Basisausrüstung zusammengestellt.

Ich konzentriere mich bei der Auswahl der Aufnahmetechnik auf die beiden großen Hersteller Nikon und Canon. Die Kameras entstammen jeweils dem gehobenen Einsteigersegment. Kamera und Objektive sind dem entsprechend kleiner und leichter, verfügen jedoch trotzdem über eine sehr gute Qualität.

Das sind meine Empfehlungen

Wichtige Tipps und Hinweise zur Fotoausrüstung

Die Kamera

Eine aktuelle digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) oder eine Systemkamera ist ganz klar jeder Kompaktkamera und dem Smartphone vorzuziehen, weil sie mit den extremen Lichtbedingungen für Immobilienbilder besser umgehen können.

  • Sie sind mit einer sehr ausgefeilten Fototechnik ausgestattet und sorgen für exzellente Bildergebnisse.
  • Sie haben spezielle Einstellungsmöglichkeiten, mit denen auch schwierige Fotosituationen gemeistert werden können.
  • Sie bieten die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln und sind daher sehr flexibel einsetzbar.

Mein Tipp für Sie: Beim Kauf müssen Sie darauf achten, dass Sie keine billigen Wechselobjektive im Paket erwerben (so genannte Kit-Objektive). Kaufen Sie lieber den Kamerabody ohne Optik und stecken das gesparte Geld in ein besseres Objektiv.

Die hier vorgeschlagenen Kameras wurden zwar schon durch neue Modelle ersetzt – doch ist der technische Vorteil minimal. Sie eignen sich immer noch exzellent für die Immobilienfotografie – und das zu einem guten Preis.

Ich fotografiere normalerweise mit einer professionellen Kamera von Nikon. Als Zweitkamera dient mir genau die hier empfohlene Nikon D5300 (Modell 2014).

Das Objektiv

Die erste Voraussetzung für gelungene Aufnahmen ist ein wirklich gutes Weitwinkelobjektiv. Die Güte lässt sich nicht unbedingt an einem möglichst großen Bildwinkel messen, sondern an der optischen Qualität. Die fest eingebauten Objektive in preiswerten Kompaktapparaten und Smartphones haben bei weitem nicht die erforderliche Abbildungsgüte. Deshalb ist es sinnvoll, sich separat zur Kamera ein solides Ultra-Weitwinkelobjektiv zuzulegen.

Weitwinkel-Linsen haben die unangenehme Eigenschaft, zum Bildrand hin stark an Abbildungsqualität einzubüßen. Bilder werden unscharf, ungleichmäßig verzeichnet, stark verzerrt und Abbildungsfehler wie Farbsäume nehmen zu. Hochwertige Objektive sind jedoch so berechnet und konstruiert, dass sie diese Fehler in erträglichen Grenzen halten. Außerdem wird bei ihnen meist Qualitätsglas in stabilen Fassungen verarbeitet.

Eine Faustregel lautet: Ein gutes Objektiv ist nicht ganz leicht und kostet mindestens soviel wie die Kamera, an der es steckt.

Ideal für die Immobilienfotografie ist ein Zoomobjektiv mit starkem Weitwinkel. Für die empfohlenen Kameras mit DX- / APS-C-Sensor startet die Brennweite bei etwa 10 mm.

Auch das hier vorgeschlagene Objektiv Nikkor 10-24 mm (Modell 2011) habe ich an der Zweitkamera im Einsatz – es ist ein Arbeitspferd und liefert wirklich scharfe, kontrastreiche und farbbrilliante Fotos.

Das Stativ

Bei Immobilienaufnahmen ist absolute Schärfe Pflicht. Die wird nicht nur durch die richtige Kombination aus Kamera und Objektiv erreicht. Aufgrund üblicherweise längerer Belichtungszeiten ist ein stabiles Stativ erforderlich. Auf diesem Dreibein wird die Kamera montiert und kann dann erschütterungs- und verwacklungsfrei ausgelöst werden. Außerdem bietet ein Stativ die Möglichkeit, die Kamera für die Aufnahme in aller Ruhe genau auszurichten. Am Stativ zu sparen, wäre fatal. Preiswerte Wackelkandidaten vom Grabbeltisch scheiden sofort aus.

Grundsätzlich gilt, je schwerer ein Stativ, um so stabiler ist es. Ich weiß – das gefällt Ihnen nicht. Als Immobilienprofi arbeiten Sie mobil und wollen das Transportgewicht so gering wie möglich halten. Es gibt nur wenige Kandidaten, die einen gelungenen Kompromiss aus Stabilität und Leichtgewicht bieten.

Das Stativ Manfrotto Befree in der Empfehlung habe ich persönlich getestet und für gut befunden.

Das Zubehör

Neben einem Microfasertuch und einem Objektivpinsel gehört in die Fototasche auch noch ein geladener Reserve-Akku für die Kamera. Es ist schon peinlich, wenn ein Shooting angehalten oder abgebrochen werden muss, weil die Kamera keinen Saft mehr hat.

Ein Fernauslöser verringert die Gefahr möglicher Erschütterungen bei der Auslösung der Kamera, weil sie sich quasi berührungslos aktivieren lässt. Man kann das auch mit Hilfe des eingebauten Selbstauslösers erreichen, der den Verschluss der Kamera erst nach Ablauf einer einstellbaren Zeitdauer öffnet.

Speicherkarten sollten ebenfalls in ausreichender Kapazität vorhanden sein, denn auch hier ist es meist nicht möglich, vor Ort schnell Nachschub zu organisieren, falls der digitale Film voll sein sollte.

Bei den Speicherkarten sind manchmal preiswerte Varianten im Umlauf. Hier ist Obacht zu geben, denn billige Nachbauten sind oft verantwortlich für Datenverluste. Deshalb nehme ich nur das Original.

Die Fototasche

Eine stabile, bequem zu tragende und gut durchdachte Fototasche schützt nicht nur das empfindliche Equipment vor Stoß, Regen und Hitze. Sie hilft auch bei der Organisation des Fotoshootings, weil alle benötigten Gegenstände ihren Platz erhalten.

Ich nutze aktuell für kleine bis mittelgroße Aufträge die Schultertasche Kata DC-443Kata DC-443. Obwohl sie nur 17,5 x 28 x 21,5 cm misst, lassen sich in ihr alle Ausrüstungsteile meines „kleinen Bestecks“ unterbringen.

Zusätzliche Lichtquellen und Lichtformer

Fortgeschrittene Fotografen werden über kurz oder lang auf künstliches Licht zurückgreifen, um bestimmte Lichtstimmungen zu erzeugen. Wegen der erforderlichen Mobilität kommen hier Kompaktblitze in Kombination mit Lichtformern, Reflektoren, Farbfiltern und speziellen Leuchtenstativen zum Einsatz.

Die Software

Ein Muss für die Bildbearbeitung ist das Programm Adobe LightroomAdobe Lightroom & Photoshop. Mit ihm lassen sich nicht nur Bildfehler professionell reparieren und Fotos mit dem erforderlichen „Knack“ versehen – es ist gleichzeitig ein hervorragendes Archivprogramm. Die Eingewöhnung geht recht flott. In meinem Bildbearbeitungs-Workshop lernen Sie das Programm kennen und erfahren, wie Sie mit 6 einfachen Schritten ihre Fotos zum Strahlen bringen. zum Workshop »

Die Hardware

Im Idealfall arbeiten Sie mit einem großen farbtreuen BildschirmEIZO CX240-BK, mindestens mit einer Auflösung von 1920 Pixeln mit einer Bildschirmdiagonale von beispielsweise 24 Zoll, besser noch mit zwei Bildschirmen parallel. Auch hier lohnt es sich meist nicht, auf die Grabbeltisch-Angebote zurückzugreifen. Darstellungsfehler und Farbverschiebungen machen die Arbeit zur Pein.

Für umfangreiche Retuschen im Bild bietet es sich an, die Computermaus durch ein GrafiktablettWacom Intuos Pro M Grafiktablett zu ersetzen. Darauf zeichnet man mit einem Stift und kann das Ergebnis direkt am Bildschirm sehen. So lassen sich Bilder schneller und genauer bearbeiten.

Der Computer sollte mit ausreichend Arbeitsspeicher bestückt sein. Dann arbeitet es sich flüssiger mit den genannten Softwareprogrammen. 16GB sind ein guter Startpunkt.

 
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