22. & 23.11.2017 - Foto-Workshop für Immobilien-Profis in KÖLN: Grundlagen der Immobilienfotografie

 

Immobilienfotos dienen nicht nur dem Verkauf

Oliver M. Zielinski Oliver M. Zielinski - 26. Januar 2015 - in: Marketing

Immobilienfotos dienen nicht nur dem VerkaufIn den vergangenen Wochen haben Makler und Fotografen in den starken Immobilienmärkten in Übersee intensiv diskutiert, ob und wie professionelle Immobilienfotos den Verkauf fördern. Auch wir haben an dieser Stelle schon mehrfach auf die Rolle starker Fotos für den Verkauf hingewiesen: Objekte verkaufen sich teurer und schneller, wenn sie professionell präsentiert werden.

Doch es gibt noch einen wichtigeren Grund für professionelle Fotos. Der renommierte Architekturfotograf Scott Hargis sagt, dass professionelle Bilder viel mehr dem Verkauf des nächsten, übernächsten und vieler weiterer Immobilien eines einzelnen Maklers helfen würden.

Investition in die Zukunft

Professionelle Innen- und Außenaufnahmen von Objekten spielen eine ganz wichtige Rolle im Marketing jedes Maklers. Und damit wendet er sich an ganz verschiedene Teilnehmer der Wertschöpfungskette: Käufer, Verkäufer, Dienstleister, Finanzpartner. Stellt ein Makler sein Objekt mit hochwertigen Bildern dar, zeigt er jedem potenziellen Interessenten, dass er:

  • sein Klientel ernst nimmt
  • auf Qualität setzt und
  • rundum professionell agiert.

Somit präsentieren richtig gute Fotos den Vertrieb ebenso wie die gepflegte äußere Erscheinung, das höfliche Auftreten, sorgfältig gestaltete Exposés, ein aufgeräumtes Büro und ein sauberer Dienstwagen. Stimmt nur einer dieser Bausteine nicht, dann schwindet das Vertrauen in den Makler jeweils um die Hälfte. Zweifel kommen auf und der sofortige Wechsel zum nächstbesten Wettbewerber mit besserer Präsentation ist die Folge. Eine Rückkehr ist in den meisten Fällen ausgeschlossen, das Internet macht’s möglich.

Neben dem Verkauf des beworbenen Objektes dienen exzellente Fotos, vielmehr als Investition in die Zukunft. Am Ende geht es darum, einen eigenen Stil zu entwickeln, sich mit einem Gesamtpaket unverwechselbar vom verzweifelten Wettbewerb abzuheben, die eigene Kompetenz hervorzuheben und die eine eigene Marke aufzubauen.

Wo ist das Problem?

Leider rechnen die meisten Makler immer nur, ob sich der Ertrag aus einem aktuellen Geschäft lohnt. Marketing ist jedoch immer zum Teil eine Investition, die nicht sofort quantifizierbar ist und womöglich auch einige Unschärfen besitzt. Oder wissen Makler sofort, wie sich ihr neues Business-Outfit auf den nächsten Umsatz auswirken wird? Gewiss nicht. Sicher ist aber, dass ein solider Auftritt dem Image des Maklers gut tut und im Verkauf eine hilfreiche Komponente ist.

Genauso verhält es sich mit den Fotos. Lausige Bilder aus dem Handy oder der Kompaktkamera eines fotografisch unerfahrenen Maklers wirken so, als würde er in Jeans und T-Shirt seine Objekte verticken wollen.

90 Prozent der Makler vergeben diese Chance

Scott Hargis kennt Zahlen, die davon ausgehen, dass nur 10 Prozent der Makler tatsächlich konsequent ihre Marke aufbauen (somit auch professionelle Fotos einsetzen) und tatsächlich erfolgreich sind. Auch wir haben diese Zahl für einen der wichtigsten deutschen Märkte ermittelt. Im vergangenen Sommer hat unsere Analyse ergeben, dass rund 90 Prozent der Immobilienangebote ab 750.000 Euro in Berlin und Umland mit schlecht aufgenommenen und dilettantisch bearbeiteten Fotos im Netz dargestellt wurden. Es gab sogar Angebote ohne Fotos. Diese Makler verschenken unermessliches Potenzial. Zu unserer Analyse finden Sie hier.

Die Kundensicht hat sich drastisch geändert

Bislang mag ein Großteil des Publikums (nach)lässig geschossene Fotos toleriert haben. Sie kannten wenig anderes, weil ihnen vorrangig visuelle Durchschnittsware angeboten wurde. Doch im Zuge immer ausgereifter Präsentationstechniken im Multimedia-Bereich (HDTV, Blueray, 4K) mit detailreichen, gut ausgeleuchteten und kontrastreichen Bildern ist die Erwartungshaltung gewachsen. Oder meint irgend ein Makler allen Ernstes, dass er mit einem unscharfen, verrauschten, schlecht belichteten Schnappschuss, den sich ein potenzieller Kunde auf seinem neuen hochauflösenden Smartphone ansieht, überhaupt punkten kann?

Im Immobiliengeschäft ist es üblich, einen bestimmten Standard einzuhalten. Schließlich geht es immer um größere Summen Geldes. Und deshalb gehört zum niveauvollen Gesamtpaket auch, mit aufmerksamkeitsstarken Fotos zu agieren. Wer die Fotos nicht selbst professionell produzieren kann, benötigt Hilfe, entweder, indem er diese Kunst erlernt oder indem er professionell fotografieren lässt. Wir bieten übrigens beides an: Workshops oder Immobilienfotografie.

Dieser Beitrag ist jetzt Teil der Einladung zur Blogparade „Immobilienmarketing 2020 – Wohin geht die Reise?“.

 
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