Ist der Aufwand für Immobilienfotos gerechtfertigt?

Oliver M. Zielinski Oliver M. Zielinski - 4. April 2013 - in: Fragen und Antworten

Lesezeit: 2 Minuten

In dieser Frage steckt ja wohl auch so ein bisschen der Vorwurf, dass heute doch jeder mit seinem Handy gute Bilder machen kann, statt mehr Aufwand für Immobilienfotos zu betreiben. Das stimmt zweifellos. Allerdings sind dafür immer einige Voraussetzungen gleichzeitig nötig.

Sie benötigen:

  • gutes Licht, am besten Tageslicht
  • einen festen Kamerastandpunkt
  • eine professionelle Software zur Nachbearbeitung.

Und selbst dann unterscheiden sich die Ergebnisse noch immer erheblich vom Profibild.

Kameras und Objektive

Handys und Kompaktkameras haben das gleiche Problem: Ihre Objektive sind für diesen Einsatz nur von mangelhafter Qualität. Diese Geräte sind ideal für Schnappschüsse. Außerdem gilt in diesem Bereich die Faustregel: je größer die Frontlinse, um so besser das Ergebnis. Weshalb? Weil durch die größere Frontöffnung mehr Licht eingefangen werden kann. Und mehr Licht sorgt für bessere Bilder. Und nun vergleichen Sie mal die winzige Objektivöffnung ihres Smartphones (zum Beispiel iPhone5) mit der Frontlinse an einer professionellen Digitalkamera (70mm Frontlinse und FX- Sensor). Unter Berücksichtigung der Sensorgrößen hat die Profikamera etwa fünf mal mehr Potenzial – sie kann vorhandenes Licht also bis zu fünf mal besser ausnutzen. Das kommt der Bildqualität zugute.

Bei einfachen Geräten, machen die verbauten Glas- oder Kunststofflinsen dem Fotografen das Leben nicht gerade einfach. Die Optik in einem Profi-Objektiv ist ihnen deutlich überlegen. Hochwertiges, mehrfach vergütetes Glas, das interne Reflexionen verhindert, sorgt für  die bestmögliche Bilddarstellung. Insbesondere unter den schwierigen Lichtbedingungen in Innenräumen, wenn hellstrahlende Fensterflächen auf unterbelichtete Einrichtungsgegenstände treffen, verhindern sie zuverlässig Geisterlichter und Überstrahlungen.

Stabiler Kamerastandpunkt

Ein wichtiger Aspekt ist die stabile und exakte Ausrichtung der Kamera. Stabilität ist wichtig, um gestochen scharfe Bilder (also nicht verwackelte) zu erreichen.  Ein gutes Stativ ist also die wichtigste Voraussetzung. Zur Justage des Bildausschnittes ist viel Feingefühl erforderlich, um eine lot- und waagerechte Aufnahme zu erreichen. Wir arbeiten hier mit einem speziellen Getriebeneiger, der feinfühlig Korrekturen zulässt.

Was die Größe der Bilder betrifft, ist es zwar richtig, dass für eine großzügige Internetpräsentation (0,7 Megapixel) nur zwischen drei und sechs Prozent der mit einer professionellen Kamera (12 – 24 Megapixel) einfangenen Pixel benötigt werden. Dennoch sind Bilder mit mehr Informationen wichtig für größere Bildformate (Drucke, Bücher, Werbung) und sie bieten zuverlässig viel Spielraum für die professionelle Nachbearbeitung.

Wir lassen keinen Zweifel zu: Das Ergebnis muss immer eine hochwertige Aufnahme des jeweiligen Objektes sein. Mit Fachkenntnis und etwas größerem technischen Aufwand für Immobilienfotos lassen sich merklich bessere Bilder erzielen.

Links für erträglichen Aufwand für Immobilienfotos

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