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5 häufige Fehler in selbstfotografierten Immobilienfotos

Oliver M. Zielinski Oliver M. Zielinski - 19. August 2014 - in: Marketing | Tutorials

Fünf häufige Fehler bei selbstfotografierten ImmobilienfotosPrimePhoto macht nicht nur professionelle Aufnahmen von wertvollen Immobilien. Wir optimieren auch die selbst geschossenen Fotos von Maklern, Homestagern, Bauträgern und Architekten.

Dabei fallen immer wieder einige grundlegende Fehler auf, die in der Nachbearbeitung mit Zeit und Geld zu Buche schlagen. In diesem Beitrag haben wir fünf dieser Mankos analysiert und zeigen, wie man diese Fehler verhindern kann.

Die gezeigten Beispielbilder stammen aus alltäglichen Fotosituationen und sind mit einem Smartphone aufgenommen.

1. Waagerechte Ausrichtung der Kamera

Bildfehler: Waagerechte Ausrichtung

Wenn die Kanten an beiden Seiten in die gleiche Richtung geneigt sind, dann ist das Bild nicht waagerecht ausgerichtet.

Wenn Kinder mit der Kamera ihrer Eltern im Urlaub fotografieren, hört man oft: „Halt bitte die Kamera gerade.“ Schließlich soll im Foto am Ende ein waagerechter Horizont zu sehen sein. Genauso verhält es sich bei der Immobilienfotografie. Nur wenn die Kamera waagerecht positioniert wird, entsteht ein wirklichkeitsnaher Eindruck. Weicht die Kameraposition nur etwas davon ab, bemerkt der Betrachter sofort, dass „irgendwas mit dem Foto nicht stimmt“.

Lösung

Kamera mit einer Libelle am Blitzschuh oder Stativ oder mit dem Horizonttool in der Kamera waagerecht ausrichten

2. Senkrechte Ausrichtung der Kamera

Bildfehler: Senkrechte Ausrichtung

Die Kamera wurde nach unten geneigt, damit die Badewanne im Bild ist. An den Fenstern werden durch die Perspektive stürzende Linien erkennbar.

Erwachsene fotografieren gern aus einer stehenden Position heraus, weil sie glauben, dass ihre Sicht auf die Dinge richtig ist. In Räumen ist der Standpunkt meistens zu hoch – die Kamera wird also nach unten geneigt. So werden tiefer liegende Motivteile perspektivisch verzerrt und im Verhältnis zu Gegenständen auf Augenhöhe kleiner abgebildet. Bei Außenaufnahmen von Häusern verhält es sich meist anders herum. Hier laufen so genannte stürzende Linien nach oben hin zusammen. Vor Ort hilft uns dabei unser Gehirn, diese Perspektive zu filtern und senkrechte Linien auch als solche zu interpretieren. Ein zweidimensionales Foto kann das allerdings nicht. Die Bilder sehen immer unnatürlich verzerrt aus.

Lösung

Kamera senkrecht halten, sich dabei an den Außenkanten im Motiv orientieren und die Aufnahmehöhe variieren

3. Unscharfe Aufnahmen

Bildfehler: Unscharfe Aufnahme

Diese Innenaufnahme wurde aus der Hand fotografiert. Die Belichtungszeit war zu lang, deshalb ist sie verwackelt.

Für unscharfe Bilder gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Entweder wurde die Schärfe an der Kamera vor dem Auslösen nicht exakt eingestellt oder beim Auslösen wurde die Kamera bewegt, so dass das Bild verwackelt ist.

Bei preisgünstigen Kameras und bei Smartphones ist die Einstellung und Kontrolle der Schärfe vor der Aufnahme meist eine mehr oder weniger genaue Schätzung. Leistungsfähigere Systeme bieten neben einem guten Autofocus und manueller Korrektur auch eine optische oder elektronische Schärfekontrolle.

Damit Fotos nicht verwackelt werden, muss die Kamera absolut stillgehalten werden. Dunkle Lichtverhältnisse im Innenraum sorgen oft für lange Belichtungszeiten. Je länger die Belichtungszeit ist, um so größer ist die Gefahr verwackelter Bilder. Insbesondere der Druck auf den Auslöser verursacht im Moment der Belichtung einen Impuls an der Kamera. Schon eine minimale Bewegung bewirkt unscharfe Bilder.

Lösung

Für eine stabile Kameraauflage sorgen (Stativ, Möbelstück), Kamera fern auslösen oder Selbstauslöser verwenden

4. Gebogene Kanten an den Bildrändern

Bildfehler: Gebogene Kanten

Deutlich sichtbar ist, dass eigentlich gerade Linien an den Kanten durch billige Objektive gebogen dargestellt werden.

Die preiswerten Kunststoffobjektive in Smartphones oder Kompaktkameras sind häufig schlecht justiert. Für ihren eigentlichen Einsatzzweck, die Schnappschussfotografie, reicht das aus. Da es jedoch in beinahe jedem Motiv für ein Immobilienfoto eine oder viele gerade Kanten gibt, fällt dieser Objektivfehler gravierend auf. In höherwertigen Objektiven hingegen sind diese Verzeichnungen auf ein Mindestmaß reduziert. Genau berechnete Linsen aus oberflächenvergütetem Mineralglas sind in ihnen verbaut.

Lösung

Mit Qualitätsausrüstung fotografieren

5. Unausgeglichene Belichtung

Bildfehler: Unausgeglichene Belichtung

Der Belichtungsspielraum der Kamera reicht nicht aus, um gleichzeitig die Details in den Fenstern und in den dunklen Raumecken darzustellen.

Insbesondere in Innenräumen herrschen wenig fotogene Lichtverhältnisse. Es gibt Licht mit unterschiedlichen Grundfarben (beispielsweise bläuliches Tageslicht, das durch die Fenster hereinfällt und gelbliches Kunstlicht von Lampen und Leuchtern). Auch hier kann unser Gehirn die unterschiedlichen Lichttemperaturen interpretieren, während eine Fotokamera unbestechlich ist und tatsächlich blaues und gelbes Licht in einem Foto abbildet. Außerdem strahlen diese Lichtquellen mit unterschiedlicher Intensität. Eine Kamera hat jedoch nur einen begrenzten Belichtungsspielraum (Dynamikumfang). Deshalb sind auch oft sonnenbeschienene Fenster weiße Flächen, die womöglich einen schönen Ausblick gar nicht wiedergeben. Oder die Kamera bezieht das Tageslicht mit ein, stellt dann aber die Einrichtung im Inneren zu dunkel dar.

Lösung

Licht hinzufügen und /oder blocken

Fazit

Mit der richtigen Aufnahmetechnik und mit einer geeigneten Ausrüstung lässt sich gutes Ausgangsmaterial für ordentliche Immobilienfotos schaffen. Die Aufnahmetechnik können Sie in unserem Fotoworkshop erlernen. Für die geeignete Basisausrüstung geben wir auf unserer Website genau die richtige Empfehlung.

Bilder, die diese Mindestanforderungen erfüllen, haben Potenzial. Wir optimieren sie am PC und machen so aus ihren Aufnahmen bessere Immobilienfotos.

 
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