In meinen Praxis-Workshops zum Thema „Bildbearbeitung von Immobilienfotos mit Adobe Lightroom Classic“ kommt es immer wieder vor, dass Teilnehmer mit der falschen Software-Version auf ihrem Laptop erscheinen. Das ist kein Beinbruch, lässt sich im Normalfall schnell beheben, sorgt aber immer für Verwirrung und Verdruss.
Der folgende Beitrag enthält einen Erklärungsversuch für diese kleine Konfusion und legt den Unterschied zwischen den verschiedenen Versionen dar. Eines vorweg: Lightroom Classic hat alle Basiswerkzeuge für die Bearbeitung von Immobilienfotos konzentriert versammelt und ermöglicht mit etwas Tuning eine effiziente Bildbearbeitung, die selbst Laien schnell bewältigen können. Darum geht es auch in meinem Workshop.
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Viele Jahre galten Zoomobjektive im unteren Preissegment als Touristenware. Da fuhr Papa mit seiner neuen Spiegelreflexkamera und zwei Zoomobjektiven in den Urlaub und konnte bequem alle Ferienmotive der Familie auf Film oder Dia bannen. Das funktionierte leidlich gut, solange die Fotos nicht stark vergrößert wurden. Dann machten sich nämlich die Schwächen dieser preiswerten Objektive bemerkbar. Die Frage nach Zoomobjektiv oder Festbrennweite stellte sich für Profis nicht. Im nahen Bereich fotografierten sie fast ausschließlich mit Festbrennweiten-Objektiven, erst für entfernte Motive wählten sie – meist aus Kosten- und Gewichtsgründen – Profizooms. Weiterlesen …
In den letzten vier Jahren wurde der Kameramarkt ordentlich durcheinandergewirbelt. Seit die beiden großen Kameramarken Nikon und Canon im Jahr 2018 mit ihren spiegellosen Kameras zum Vorreiter in diesem Produktsegment, Sony, aufschließen konnten, ist die Verwirrung häufig gross: Kaufe ich nun eine Spiegelreflex- oder spiegellose Systemkamera?
Weshalb sind Spiegelreflex-Kameras so erfolgreich?
Als die Dresdener Firma Ihagee (ursprünglich als Industrie-und Handelsgesellschaft gegründet) 1936 mit dem Kameramodell „Kine-Exakta“ die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt auf der Leipziger Messe vorstellte und dann in Serie produzierte, war eine neue Kameraklasse geboren. Diese Kamera vereinte erstmals viele Eigenschaften, die insbesondere mobile Fotografen bis heute schätzen.
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Viele Immobilienprofis fotografieren ihre Objekte sehr schematisch: Kamera schräg in den Raum hinein gehalten – Klick. Kamera gerade in den Raum gehalten – Klick. Genauso im nächsten Zimmer. Eine derart monotone Bilderstrecke verliert an Spannung mit jedem weiteren Bild, weil beim Betrachter die Aufmerksamkeit sinkt.
Um den Spannungsbogen zu erhalten, gibt es verschiedene fotografische Tricks.
Der Einfachste: Streuen Sie gezielt Detailfotos ein. Folglich erreichen Sie drei Ziele auf einen Streich:
- die Eintönigkeit wird aufgehoben,
- wichtige Information wird vermittelt und
- die Immobilie wird mit überraschenden Ansichten präsentiert.
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Natürlich möchte jeder mobile Fotograf gern mit leichtem und kleinem Gepäck unterwegs sein. Auch wer Immobilien fotografiert, ändert seinen Standort oft und hat deshalb den gleichen Wunsch. Trotzdem gibt es einige gute Gründe, weshalb man beim Fotografieren ein Stativ verwenden soll.
Immobilienfotos haben einige Qualitätsanforderungen, die aufgrund der besonderen Aufnahmebedingungen nicht einfach einzuhalten sind. Trotzdem wollen wir möglichst scharfe Aufnahmen. Sie sollen von vorn bis hinten fokussiert sein und außerdem über einen detailreichen und sauberen Bildstil verfügen. Hier spielen die drei Belichtungsfaktoren Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert eine wichtige Rolle, machen aber Freihandfotografen ohne Stativ das Leben eher schwer. Denn bei Innenaufnahmen haben wir oft wenig Licht.
Außerdem ist eine stabile und reproduzierbare Kameraposition von unschätzbarem Vorteil. Ein Stativ ist fast immer frei im Raum platzierbar. Es ermöglicht somit eine ideale Kameraaufstellung, von der man im Bedarfsfall Aufnahmen sofort wiederholen kann.
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